Thunfisch – Das gefährdete Sushi

von | Okt 5, 2017 | Küchenallerlei | 0 Kommentare

Der Thunfisch ist ein imposanter Knochenfisch, der seinen Fachnamen Thunnus als Oberbegriff ausnahmsweise aus dem altgriechischen hat. Thunnus leitet sich wiederum auf thyno ab, was soviel wie: ich eile, ich stürme bedeutet. Eilig hat es dieser Räuber in der Regel bei der Jagd, hier macht er, je nach Gattung, Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h. Diese Geschwindigkeiten machen das Fangen schwer und meist auch grausam. Thunfische sind rastlose Gesellen, die in kleinen verbänden auch schon einmal 160 Kilometer am Tag zurück legen.

Der Gelbflossen- Thunfisch kann ein durchschnittliches Alter von 9 Jahren erreichen und mästet sich dabei auf ein Gewicht von 200 Kilogramm hoch. Am Beispiel des Gelbflossen- Thunfisch spielt die wirtschaftliche Relevanz im Welthandel eine große Rolle. Diese Thunfischart ist in der Gefährdungsstufe als gering gefährdet gelistet und kann ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden.

„Der weiße Thunfisch sowie der Gelbflossen-Thunfisch sind unbedenklich”

Immer wieder greifen die Medien im Bereich Thunfisch in die Trickkiste der überflüssigen Panikmache und gehen dabei vom südlichen Blauflossen- Thunfisch aus, der tatsächlich vom Aussterben bedroht ist. Leider wird der Thunfisch allgemein dabei in solchen Reportagen in eine Schublade geworfen. Um hier einmal Licht ins Dunkel zu bringen, sind der weiße Thunfisch sowie der Gelbflossen- Thunfisch unbedenklich. Der nordpazifische Blauflossen- Thunfisch sowie der Großaugen- Thunfisch gelten als gefährdet. Man kann hier also in diese Panikmache ein wenig Ruhe hinein bringen.

Feines Mahl - Thunfisch

Thunfische findet man in tropischen und subtropischen Meeren, meist in einer Tiefe von 500 Metern vor. In der Nahrungskette steht der Thunfisch etwas höher, was sich schon durch die Größe begründet. Der größere Fisch frisst den kleineren, so sind seine Fressfeinde nur noch Haie, Zahnwale und Schwertfische.

Thunfische werden bevorzugt mit Langleinen, Ringwaden und Treibnetzen gefangen. Das abfischen mit Treibnetzen ist innerhalb der EU illegal, da der Beifang (Discut) mit Delfinen und Haien enorm ist. Am meisten wird der Thunfisch in Japan verzehrt. Rund 3/4 des Exports der aus dem Mittelmeerraum stammt, geht an diese sushiverliebte Gesellschaft.

Wie alle großen Raubfische enthält Thunfisch eine hohe Konzentration an Quecksilber , insbesondere das gesundheitsschädliche Methylquecksiber. Von daher ist von großen Verzehrmengen, insbesondere von rohem Thunfisch auf Dauer abzuraten.

Der in Thunfischdosen dahinvegetierende Thunfisch, im eigenen Saft oder Öl, ist der echte und unechte Bonito. Sein Fleisch ist reichlich minderwertiger als der vom echten Thunfische und verliert bei der Herstellung auch die meisten seiner Inhaltsstoffe.

Der Thunfisch gehört zu der Sorte Fisch, die man guten Gewissens, mit kräftigem Beigeschmack bei herannahender Gewitterfront zu sich nehmen kann.

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