Tatar – Der Rolls Royce unter den Fleischrohwaren

von | Sep 6, 2017 | Küchenallerlei | 0 Kommentare

Die höchste und edelste Genussform von rohem Rindfleisch, dass auf keinen Fall mit Hackfleisch in einen Topf geworfen werden kann. Bei Tatar kann man den Begriff Schabefleisch verwenden, auch wenn das Fleisch durch den Fleischwolf getrieben wird. Das Tatar wird aus den besten Stücken des Rindes geschnitten, gerne auch aus dem Filet. Unter dem Rücken, der Hochrippe genau, sollte man es aber nicht machen. Das Fleisch ist schier, also frei von Fett und Sehnen, und wird ausschließlich frisch verarbeitet gegessen.

Das Gericht ist nach den Tataren benannt, einem asiatischen Steppenvolk. Diese Überlieferung ist belastbar. Nicht mehr haltbar ist die Mär, dass die Tataren rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln weichgeritten hätten, um diese dann roh zu verzehren.

Feines Mahl - Tatar

Wohl waren die Tataren ein blutrünstiges Völkchen, dass gerne Angst und Schrecken verbreitete, weswegen man Tatar mit gemetzelten, zerhackten und blutigem Assoziierte.

Beefsteak Tatar, so in England und Frankreich genannt, wurde aufgrund seiner Beliebtheit gerne in der klassischen Literatur erwähnt, in Berthold Brechts Dreigroschenoper kommt es Sozialkritisch daher.

Klassisch wird das Tatar zwei mal durch den Wolf getrieben, damit es seine typische rote Farbe bekommt. Zu einem Ballen oder Kloß geformt drückt man in die Mitte eine Vertiefung, in die ein rohes Eigelb kommt. Extra in Schälchen reicht man zwingend Sardellen, Kapern (Nonpareilles) und feine Zwiebelwürfel sowie natürlich Salz und Pfeffer. Den besonderen Schliff erhält man, indem man noch einen kleinen Schuss Cognac mit unterhebt. Da man sich dieses Gericht selbst zubereitet, kann man schon fast von Erlebnisgastronomie reden.

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