Karpfen – Ein wehrhafter Allesfresser

von | Okt 26, 2017 | Küchenallerlei | 0 Kommentare

Dieser imposante Speisefisch ist einer der bekanntesten Fischarten und seit der Antike bekannt. Von den Römern eingeschleppt und verbreitet, galt der Karpfen eine Zeit lang als invasiv, heißt, er verdrängte andere Fischarten.

Der Karpfen ist tageslichtscheu, also bevorzugt nachtaktiv. Die Form des Karpfen ist länglich und leicht plump und er ist vollständig beschuppt. Der Jungkarpfen ernährt sich von Plankton. Mit den Alter wächst dem Karpfen im Schlund eine dreireihige Zahnreihe mit großer Kauoberfläche, mit der er Muscheln, Schnecken, Würmer und Kleinkrebse zur Nahrungsaufnahme zerkleinert. Eigentlich ein Allesfresser, also das Schwein unter den Fischen. Mit Einbruch der Dämmerung durchwühlt der Karpfen mit seinem vorstülpbaren Maul den schlammigen Untergrund, was sich auch auf den Geschmack auswirkt.

Feines Mahl - Karpfen

Der Karpfen erreicht in der Regel eine Länge von 30 – 40 cm in Einzelfällen kann er bis zu 120 cm lang und 40 kg schwer werden.

Insbesondere zu Weihnachten und Silvester erfreut sich der Karpfen, sehr zu seinem Nachteil, größerer Aufmerksamkeit und Beliebtheit. Insbesondere in Böhmen ist ein Weihnachtsessen ohne den Karpfen schier undenkbar. Hier werden die Karpfen meist lebendig gekauft und erst einmal in der Badewanne zwischengelagert. Dieses hat den Sinn, durch das klare Wasser den muffigen Schlammgeschmack aus dem Fleisch zu vertreiben. Kurzerhand geschlachtet, wird er meist paniert mit Zitrone seinem eigentlichem kulinarischen Zweck zugeführt.

In der Sportfischerei ist der Karpfen äußerst beliebt, da er sehr stark und wehrhaft ist. Wohl kaum auf dem Teller landet in Europa der Koi-Karpfen, der eher als handzahmes Haustier gehalten wird.

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