Kapern – Eine Diva bittet zu Tisch

von | Aug 4, 2017 | Küchenallerlei | 0 Kommentare

Standhaft behauptet, dennoch falsch, sind Kapern keine Strauch- oder Beerenfrüchte, sondern ungeöffnete Blütenknospen, die vor dem aufblühen geerntet werden müssen. Der Anbau findet in mediterranen Ländern statt. Die Blütenknospen werden getrocknet, gesalzen und meist mit Weinessig zwangsverheiratet. In Deutschland eher unbekannt sind die in Öl eingelegten Kapern.

Die Qualität wird zum einen nach der Größe (je kleiner desto besser), zum anderen nach der Farbe (oliv- bis blaugrün) unterschieden. Der Champagner unter den Kapern sind die nonpareilles aus Südfrankreich, da sie die kleinsten Knospen sind. Ergo: je dicker das Ding, desto schlechter die Qualität.

Feines Mahl - Kapern

In Puncto Verarbeitung kann man die Kapern durchaus als Zicke oder Diva bezeichnen: Sie ist nicht jedermanns Gaumenfreude, liebt es geschmacklich im Mittelpunkt zu stehen und sollte dementsprechend auch als letzte Zutat beigegeben werden. Am besten kurz vor dem Servieren, da die Kaper schnell an Geschmack verliert. Bis auf ein wenig Petersilie duldet die Kaper keine anderen Gewürze neben sich. In Gesellschaft von Sardellen und Zitronensaft jedoch fühlt sie sich sauwohl. Nicht aus Sau, dafür original aus Kalbshackfleisch sind die Königsberger Klopse. Dieses Gericht ist wie gemacht für die Kaper und dort kann sie ihre ganze Göttlichkeit ausleben. Der Italiener legt sie gerne auf die Pizza und überhitzt sie dabei. Die meisten finden das toll. Bis auf die Kaper. Zicke eben.

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