Dill – Der familienfreundliche Frauenversteher

von | Nov 13, 2017 | Küchenallerlei | 2 Kommentare

Hierzulande hauptsächlich als Gurkenkraut eingesetzt. Geerntet wird Dill ausschließlich oberirdisch, wobei die Blätter – in der Blütezeit am kräftigsten und aromatischsten – als Würze herhalten. Die Samen geben aber auch Brot einen interessanten Beigeschmack. Ebenso lassen sie sich pressen und zu hochwertigem Öl verarbeiten. Auch in einem Kräuterbitter als Auszug lässt es sich der Dill mal gerne richtig gut gehen.

Der Dill pflegt ein eher zierliches und zurückhaltendes Verwandtschaftsverhältnis zum Fenchel. An einem runden Tisch in einem geschlossenen Raum voll mit Herkunftsforschern und Biologen, würde eine hitzige disziplinübergreifende Debatte entbrennen, da der Ursprung des Dills bis heute ungeklärt ist. Er könnte aus dem Orient, dem Mittelmeerraum oder Indien stammen. Ebenso wächst er wie Unkraut in den skandinavischen Ländern, wo er auch in der Küche am meisten verwendet wird.

Feines Mahl - Dill

Anders als andere Gewürze, wie die Muskatnuss zum Beispiel, ist der Dill ein kompletter Frauenversteher. Zum einen ist seine milchfördernde Eigenschaft hervorzuheben, ebenso hilft er gegen Gebärmutterkrämpfe. Bei Säuglingen mildert er die doch häufigen flüchtigen Winde.

Am liebsten wird der Dill im Gurkensalat geparkt. Unersetzlich ist er beim Einlegen von Sauerkonserven. Hier eher unbekannt und bei kochenden Pellkartoffeln anstatt Kümmel ersetzt, unterstützt der Dill den erdigen Geschmack der Kartoffel. Edel kommt er natürlich auf dem Gravad Lachs daher. Auch wenn die Stengel aromatisch sind, sollte man tunlichst auf diese verzichten, da diese zu viel Gerbsäure enthalten und jedes Gericht erschlagen. Zusammenfassend ist Dill ein Gewürz für die ganze Familie.

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