Damenkarte – Entpreiste Speisenkarte

von | Nov 20, 2017 | Skurriles | 0 Kommentare

Die einen sehen die Damenkarte als nostalgisches Relikt vergangener Zeit an und trauern ihr hinterher. Die anderen sehen einen unsinnigen emanzipatorischen Angriff in die Freiheit des Mannes, die Dame(n) seiner Wahl zum Essen einzuladen, ohne die Person mit Nichtigkeiten der Preispolitik des Restaurants zu belasten. Vorwürflich fand man die Damenkarte sowieso nur in Etablissements, wo nicht nur die Tischdecke sondern auch die Servietten aus schwerer Baumwolle sind und der Blumentischschmuck echt ist.

Trotz der Preisabgabenverordnung ist die Damenkarte weiterhin rechtlich unbedenklich, da am Eingang eines Restaurants ein repräsentativer Auszug mit Preisauszeichnung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Feines Mahl - Auberginenkaviar - Depositphotos 161946588

In Zeiten, als die Damenkarte noch salonfähig war, gab es jedoch auch diejenigen, die vor Gericht zogen um steif und fest zu behaupten ihr Essen sei umsonst gewesen. Die Wege vor Gericht wegen eines Gerichts waren jedoch umsonst, da Ersturteile zweitinstanzlich gekippt wurden.

Heute gibt es nur noch vereinzelt und vom Aussterben bedroht einzelne Restaurants, die die Damenkarte anbieten. Einige würden sie wohl wieder einführen, jedoch ist den meisten die Rechtslage nicht eindeutig genug, andere führen die Kosten für den Druck von Extrakarten ins argumentative Feld. In jedem Fall ist die Damenkarte UNESCO-Weltkulturerbe verdächtig.

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