Analogkäse – Eine fette vegane Enttäuschung

von | Sep 6, 2017 | Kritisches | 0 Kommentare

Ein reines Industrieerzeugnis und so überflüssig wie ein Kropf. Dennoch werden in Deutschland um die 100.000 Tonnen dieser durchaus ekligen Masse hergestellt. Ca. 30% davon verbleiben hier und versauen damit ebenso fragwürdige Produkte wie Fertigpizzen.

Gab es vor noch gar nicht all zu langer Zeit einen Aufschrei des Entsetzens dank investigativer Recherche in Verbrauchersendungen, reduzierte sich die Verwendung von Analogkäse tatsächlich kurzfristig. Als klassische Produkttäuschung war Analogkäse kaum noch haltbar. Bis die Industrie das unerschöpfte finanzielle Potential der Veganer erkannte. Veganer, diese sonderbare Randgruppe, die zwar offiziell auf so ziemlich alles verzichten aber dennoch alles haben möchte. Und die Industrie frohlockte. Veganer Käse, der nichts anderes ist als Analogkäse, verkauft sich wie geschnittene Salami.

Feines Mahl Analogkäse - Depositphotos 6041605

Und hier greift eine absolute Unlogik des Veganismus, da der Analogkäse allem Widerspricht wofür Veganer einstehen:
Hauptbestandteil ist Palmöl. Enorm billig in der Herstellung, treibt es durch den Ausbau von Monokulturen den Klimawandel an, vernichtet Arbeitsplätze und treibt ganze urbane Landflächen mit ihren Bewohnern durch Brandrodung, Vertreibung und staatlicher Enteignung in den Ruin.

Um den Preis in der Herstellung so gering wie möglich zu halten, bedarf es nur noch Stärke, ein wenig Zauberei aus dem Chemiebaukasten von Monsanto und etwas Kälte. Und schon haben wir eines der widerlichsten und überflüssigsten Lebensmittelersatzprodukte überhaupt. Das ganze noch hübsch verpackt, als Vegan oder gar Lactosefrei gekennzeichnet, zu Mondpreisen verkauft, macht es ausschließlich die Hersteller glücklich. Zum Glück ist Analogkäse nicht in der Käseverordnung aufgenommen, denn dort würde er ein einsames Schattendasein fristen. So stellt sich die Frage, ob alles was technisch möglich herzustellen ist auch hergestellt werden muss. In diesem Fall ein klares: Nein.

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